Weihnachtspost…

..die man wohl gar nicht erhalten möchte:

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Medikamentenverwechslung im Rettungsdienst: 5.000,-€ Schmerzensgeld

Gerade hatte ich über Ermittlungen aufgrund des Tod eines Patienten in Norddeutschland geschrieben, da berichtet die Süddeutsche über einen Behandlungsfehler der außergerichtlich verglichen wurde.

Statt dem vorgesehenem “Prednisolon” (“Solu-Decortin H”), ein Corticoid das unter anderem bei allergischen Reaktionen verabreicht wird, wurde dem Patienten das Muskelrelaxans “Succinylcholin” verabreicht. Konkret wurde wohl die Prednisolon-Trockensubstanz mit einer Ampulle Succinylcholin angemischt, statt eine Ampulle Wasser zu verwenden. Häufig befinden sich in Ampullarien diese Substanzen nebeneinander, die Ampullen ähneln sich sogar.

Abgesehen von haftungs- und arbeitsrechtlichen Fragen weist der Fall auch interessante Aspekte des “Crew Resource Mangements” und der Fehlervermeidung auf. So war -möglicherweise- die Anordnung der Ampulle zu “fehlerfreundlich”, ein “Cross Check”, also ein Vier-Augen-Prinzip bei der Medikamentengabe hätte die Verwechslung verhindern können.

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Unfallopfer stirbt durch Rettungsdienst

In Weener im Landkreis Leer (Niedersachsen) ist nach einem Verkehrsunfall ein 30-jähriger Mann verstorben. Wie die Obduktion ergab, trat der Tod allerdings nicht durch den Unfall, sondern durch eine felherhafte medizinische Erstversorgung ein. Dies berichten diverse Medien in der Region, so der NDR und die Ostfriesen-Zeitung.

Die Staatsanwaltschaft hat daher nun Ermittlungen gegen das beteiligte medizinische Personal eingeleitet.

Der Fall ist jedenfalls tragisch. Ohne Detailkenntnisse ist eine Einschätzung, wer als Beschuldigter in Frage kommt, kaum möglich. Neben dem beteiligten Rettungsdienstpersonal dürften auch Mitarbeiter der aufnehmenden Klinik in Betracht kommen.

Die Ermittlungen in solchen Angelegenheiten dürften sich sowohl rechtlich als auch wegen der Mehrzahl an Beteiligten und den zugrundeliegenden medizinischen Vorgängen wahrscheinlich als relativ kompliziert darstellen.

Das Geschehen zeigt einmal mehr, wie schnell man vom Retter zum Tatverdächtigen werden kann.

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Schweigefuchs

Wenn ich Rettungsdienst-Fortbildungen halten darf, versuche ich immer meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Umgang mit der Polizei zu sensibilisieren. Spätestens wenn der Beamte anfängt, merkwürdige Fragen zu stellen, sollte man das Gespräch konsequent beenden.

Der Anwaltskollege Thomas Wings beschreibt auf seinem Blog  sehr schön diverse “Gesprächstaktiken”. Dies erfolgt zwar vor fußballerischem Hintergrund, dennoch sehr lesenswert.

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Frohes Fest

Schoko-Nikolaus

Schoko-Nikolaus

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich

ein frohes Weihnachtsfest

und ein gutes neues Jahr 2016.

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